Religion
Die Biberacher sind weltoffen und tolerant. In der Stadt leben Menschen vieler unterschiedlicher Religionen friedlich zusammen, darunter Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus.
Im Folgenden haben wir die Kirchen, Einrichtungen und Vereine nach ihrer Religionszugehörigkeit sortiert. Die verschiedenen Häuser stehen jedoch allen Interessierten egal welcher Religionszugehörigkeit offen.
Christentum
Die Biberacher können in verschiedenen christlichen Kirchen ihrem Glauben nachgehen – darunter sowohl evangelische als auch katholische. Die im 14. Jahrhundert erbaute Stadtpfarrkirche St. Martin fungiert als Simultankirche. Sie betreiben beide christlichen Gemeinden gemeinsam.
Auch Angehöriger freier Kirchen finden in Biberach eine Anlaufstelle. Neben den beiden Freikirchen „Adventgemeinde“ und „Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptistengemeinde)“ sorgen fünf weitere Gotteshäuser für die Seelsorge der Gläubigen.
Die vielen christlichen Einrichtungen und Vereine übernehmen wichtige Aufgaben in der Stadt. So haben beispielweise einige Kindergärten christliche Träger, in den Kirchenchören trainieren Jung und Alt ihre Singstimmen und auch viele soziale Einrichtungen basieren auf dem jahrzehntelangen Engagement der christlichen Gemeinden Biberachs.
Einen Überblick über die christlichen Kirchen, ihre Adressen und Öffnungszeiten erhalten Sie hier.
Unter diesem Link können Sie Näheres über die (christlichen) Vereine in Biberach lernen.
Islam
Angehörige des Islams und alle anderen Interessierten beten, sich treffen oder einfach nur austauschen können.
Der „D.I.T.I.B. Türkisch-Islamischer Kulturverein e.V.“ betreibt aktive Gemeindearbeit und setzt sich für ein friedliches Miteinander der Religionen ein. Hier können Gläubige und alle Interessierten Pilgerfahrten buchen, sich in der Flüchtlingshilfe engagieren oder in der vom Verein betriebenen Moschee beten.
Mehr über den D.I.T.I.B. erfahren Sie hier.
Im „Come in“, einem christlich-muslimischen Zentrum in der Innenstadt Biberachs, stehen die Gemeinsamkeiten beider Religionen im Vordergrund. Bücher wie der Koran und die Bibel liegen bereit, Gläubige können in der interreligiösen Gebetsecke das Gespräch mit Gott/Allah suchen und natürlich findet sich auch immer eine Person zum religiös-kulturellen Austausch. Träger des Zentrums ist der gemeinnützige Verein „Religion und mehr e. V.*
Daneben steht Eltern auch der „Türkische Elternverein Biberach e. V.“ mit Rat und Tat zur Seite.
Judentum
In der ehemaligen Reichsstadt Biberach gab es im Mittelalter eine sehr kleine jüdische Gemeinde, deren Angehörige jedoch – wie in vielen anderen Reichsstädten auch – Ende des 16. Jahrhundert ausgewiesen wurden. Nach dem Übergang Biberachs an Württemberg siedelten sich einzelne jüdische Familien in der Stadt an, die vor allem vor allem mit eigenen Geschäften ihren Unterhalt verdienten. 1933 lebten neun Personen jüdischen Glaubens in der Stadt, die durch den Boykott ihrer Geschäfte zur Auswanderung gezwungen wurden. Im sogenannten „Lager Lindele“ waren 1944/45 mehrere Hundert orientalische Juden, zum Teil aus dem Konzentrationslager Bergen-Belsen, interniert. Im heutigen Jordanbad lebten von 1945 bis 1947 einige hundert jüdische „Displaced Persons“, darunter viele Jugendliche, die sich hier auf ihre Auswanderung in den noch zu gründenden Staat Israel vorbereiteten.
Hinduismus und Buddhismus
Hinduismus und Buddhismus finden in Biberach immer wieder in Ausstellungen, Yoga-Studios und bei angeleiteten Meditationen Anwendung. Angehörige des Buddhismus können ihrem Glauben außerdem im Buddhistischen Zentrum in Ulm, ca. 45 Autominuten von Biberach entfernt, nachgehen.
Weitere Religionen
Neben den fünf Weltreligionen sind auch Glaubensangehörige aller weiteren Religionen in Biberach willkommen.